2014: Jahr der Demenz

1,4 Millionen Demenzkranke leben in Deutschland. Neueste Schätzungen der „Deutschen Alzheimer Gesellschaft” gehen davon aus, dass Jahr für Jahr 300.000 Neuerkrankungen hinzukommen. Das geht natürlich nicht spurlos am Pflegealltag im VKA vorüber. Der Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner mit Demenzerkrankungen nimmt deutlich zu. Deswegen will sich der VKA im „Jahr der Demenz 2014“ schwerpunktmäßig mit dem Thema Demenz befassen. Das Jahr soll neue Konzepte und Ideen im Umgang mit Demenzkranken aufzeigen. Zudem wollen sich die Senioreneinrichtungen noch stärker als örtlicher Ansprechpartner für alle Fragen zur Demenz profilieren und professionalisieren. 

 

Als ein Bestandteil des Themenjahres werden die einzelnen Seniorenwohnheime vor Ort über die Pflege von Demenzkranken informieren. So wird es Vorträge mit Ärzten und anderen Experten geben. Aufklärungsfilme stehen zur Verfügung, um sie vor Ort vorzuführen. Begleitet werden die Aktionen mit Banner- und Plakatwerbung und zielgerichteter Pressearbeit. Nur wenn wir pflegende Angehörige unterstützen, ehrenamtliche Helfer gewinnen und in ihrem Engagement miteinbeziehen und Experten gezielt qualifizieren, werden wir Menschen mit Demenz optimal begleiten können.

 

Als Leitsymbol hat der VKA die Pusteblume gewählt, deren Schirmflieger für die Erinnerung steht, die dahinschwebt. Doch die Blume bleibt verwurzelt.

 

Weitere Infos finden Sie in unserem »Flyer zum Jahr der Demenz


Fachtag Demenz in Paderborn

Auditorium Heinz-Nixdorf-Forum
Auditorium Heinz-Nixdorf-Forum

Mit einem „Fachtag Demenz” will der VKA das Thema in den Fokus rücken. Am Dienstag, 3. Juni 2014, wird es von 9 bis 16 Uhr  im Heinz Nixdorf Forum, Fürstenallee 7, 33102 Paderborn, zahlreiche Vorträge und Workshops geben. Eingeladen sind alle Interessierten, die mit Menschen mit Demenz umgehen. 

 

Folgende Vortragsthemen sind geplant: 

  • „Eigensinn macht Spaß” oder „Eine liebevolle Sicht auf die Menschen mit Demenz”
    Erich Schützendorf, Lehrbeauftragter der Altenbildung/Altenarbeit an der Fachhochschule Niederrhein  
  • Humor in der Pflege – den Schwierigkeiten mit einem Lächeln begegnen
    Ulrich Fey, Journalist, Clown und Buchautor. Er arbeitet seit mehr als zehn Jahren als Clown Albert in Alten und Pflegeheimen.
  • Verbale Kommunikation bei Menschen mit Demenz
    Dr. Svenja Sachweh ist Kommunikationstrainerin, Preisträgerin des Oskar-Kuhn-Preises 2002 „für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Gesundheitskommunikation”
  • Aktiv sein – „ Demenz erleben”
    Petra Reinhardt, Pflegefachfrau mit Schwerpunkt Demenz, Altenheimleiterin, Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Lüneburg
  • Paro – die interaktive Robbe
    Das Modell eines Sattelrobbenbabys ist ein Beispiel für emotionale Robotik und kann Menschen mit Demenz erreichen
    Irmgard Rothkirch, Leitung Museumspädagogik des Heinz Nixdorf MuseumsForum

 

Anmeldung:

VKA - Verein Katholischer Altenhilfeeinrichtungen e.V.

Jägerallee 5 

59071 Hamm 

Tel.: 02381.982200 

Mail: vka spam@spam.de vka-ev.de 

Teilnahme-Gebühr: 40 € (Die Teilnahme ist für VKA-Mitarbeiter kostenlos)

 

Weitere Infos finden Sie in unserem »Flyer zum Fachtag Demenz


Ein betroffener Angehöriger berichtet

Schirmherr des Jahres der Demenz ist Christian Franckenstein – seine Eltern sind demenzkrank. „Ich hätte nicht gedacht, wie rücksichtslos die Krankheit das Leben der Betroffenen und der Angehörigen belasten kann. Natürlich kannte ich Demenz aus dem Fernsehen, aus den Zeitungen, aus Erzählungen von Freunden über ihre Angehörigen!” Das sei aber alles ziemlich weit weg gewesen. „Und dann passiert es, erst schleichend, dann offensichtlich, dann unumkehrbar. Die Krankheit erfasst die eigenen Eltern.”

 

Zu Beginn werde verdrängt, abgewiegelt und abgewunken. „Bei meiner Mutter war es ein schleichender Prozess, der zu massiven Veränderungen der Persönlichkeit führte. Bei meinem Vater schwankten die guten mit den schlechten Phasen, so dass es kein klares Bild für uns gab. Jedwede Hilfe oder medizinischer Fachrat wurde von beiden immer abgelehnt”, so Christian Franckenstein. 

 

Jetzt sind beide Eltern im Altenzentrum Liebfrauen in Hamm. „Auch wenn es vielleicht schwer nachvollziehbar klingt, bin ich erleichtert, beide Eltern in ihrem Status in guten und professionellen Händen zu wissen. Es ist Ruhe eingekehrt, es gibt wieder Freude: die Situation ist geklärt, der Kampf und der Krampf beendet.”